Kohlenhydrate

Die Wahrheit über Kohlenhydrate:

Machen Kohlenhydrate wirklich dick?

Brot, Nudeln und Kuchen aus Weißmehl halten nicht gut satt, so dass man dazu neigt, öfter mal was zwischendurch zu naschen. Die Fettverbrennung klappt besser, wenn man zwischen den Mahlzeiten mindestens 4 Stunden Esspause macht. Wer aus Sorge vor Extrapfunden nur sehr wenig Kohlenhydrate isst, greift zum Ausgleich zu fetteren Lebensmitteln, etwa Wurst und Käse. Fett enthält doppelt so viele Kalorien wie Kohlenhydrate.

In flüssiger Form können Kohlenhydrate tatsächlich dick machen. Fruchtsäfte und gezuckerte Softdrinks sättigen nicht so gut wie feste Nahrung, wir trinken sie leicht mal literweise. Und sie liefern viele Kalorien, treiben den Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe, und damit tritt das Fettspeicherhormon Insulin vermehrt in Aktion. Wer sich regelmäßig Säfte und Limonaden in größeren Mengen gönnt, erhöht sein Diabetes-Risiko.

Fazit:

Wer abnehmen möchte, braucht eine negative Energiebilanz, um vermehrt Fett verbrennen zu können, Das klappt am besten, wenn man bei den Kohlenhydraten – speziell Weißmehlprodukte, Zucker und Süßes bremst. Die haben eine hohe Energiedichte, machen nicht lange satt und haben in punkto Vitamine und Mineralstoffe nicht viel zu bieten. Auf Kohlenhydrate nahezu komplett zu verzichten, ist schwierig durchzuhalten. Vollkornprodukte beispielsweise sind absolut erwünscht, weil sie deutlich mehr Mineralstoffe vor allem Ballaststoffe enthalten.

Abends auf Brot, Nudeln, Kartoffeln verzichten?

Normalerweise verbrennt der Körper rund um die Uhr alle Nährstoffe, egal ob Fett, Eiweiß oder Kohlenhydrate. Bei Kohlenhydraten gibt es eine Besonderheit: Sobald wir diese essen, wird Insulin ins Blut abgegeben und die Fettverbrennung kurzzeitig gebremst. Je mehr Kohlenhydrate wir verzehren, um so länger bleibt die Fettverbrennungs-Bremse angezogen.

Und wenn man Kohlenhydrate komplett weglässt?

Brot, Kartoffeln, Pasta, Reis & Co. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung. Der Körper kann die Kohlenhydrate darin schnell und reibungslos verwerten, um Gehirn und Muskeln rasch Energie zur Verfügung zu stellen.  Würden wir auf Kohlenhydrate verzichten, müsste der Körper die benötigte Glukose aus Eiweiß zusammenbauen – das ist aufwendig und raubt ihm Energie. Wir brauchen Kohlenhydrate außerdem zur Bildung von Serotonin im Gehirn, dem Botenstoff für gute Laune.

Fazit:

Kohlenhydrate sind Gehirnfutter und Muskelbenzin und für den Körper die am schnellsten verfügbare Energiequelle. Außerdem sind Brot und Nudeln aus Vollkorngetreide sowie Kartoffeln gute Quellen für Mineralstoffe.

Eiweiß und Kohlenhydrate besser getrennt essen?

Die Trennung beider Nährstoffe auf dem Teller ist Sinn von Trennkost-Diäten. Bei der Verdauung etwa von Fleisch und Kartoffeln bilden sich gefährliche Giftstoffe, die den ganzen Körper übersäuern, krank und dick machen. Eiweiß und Kohlenhydrate können sehr wohl gemeinsam verdaut werden. Trotzdem nehmen Leute, die sich nach den Regel der Trennkost ernähren, ab – weil sie auf „stark säurebildende“ Produkte wie Wurst, Süßigkeiten, Weißmehlgebäck und Alkohol verzichten.

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