Month: April 2016

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Wissenswertes über Spargel:

Spargel ist ausgesprochen gesund. Er besteht zu 93% aus Wasser, zu ca. 2% aus Proteinen, ca. 4% sind Kohlenhydrate und nur 0,2% sind Fette.

Spargel hat somit nur 150 Kalorien pro Kilogramm. Trotzdem enthält Spargel viele Mineralstoffe wie Kalium (ca. 190 bis 280 Milligramm pro 100 Gramm), das blutdrucksenkend wirkt und wichtig für das Funktionieren der Nervenreizleitungen ist. Das Kalzium im Spargel (20 bis 22 Milligramm pro 100 Gramm) ist wichtiger Baustein für Zähne und Knochen. Das im Spargel enthaltene Phosphor (35 bis 60 Milligramm pro 100 Gramm) verbessert den Transport, die Speicherung und die Verwertung von Energie im menschlichen Körper. Der verhältnismäßig hohe Stickstoffgehalt (250-350 Milligramm pro 100 Gramm) regt die Nierentätigkeit an und führt zur bekannten harntreibenden Wirkung des Spargels.

Im Spargel stecken auch viele lebensnotwendige Vitamine. Vitamin A zum Beispiel (0,03 Milligramm pro 100 Gramm) unterstützt unsere Sehfähigkeit und inaktiviert Sauerstoffradikale. Vitamin E (2,1 Milligramm pro 100 Gramm) hat einen starken Einfluss auf unser Nervensystem und wirkt gegen Radikale bildende Schwermetalle. Vitamin K (0,04 Milligramm pro 100 Gramm) ist wichtig fürs Blut und schützt den Organismus vor Pilzkrankheiten.

Gesundheitsfördernd – aber nicht für jeden:

Wegen seiner entwässernden Wirkung sollten Menschen, die unter Übergewicht und Wassersucht leiden, Spargel essen. Das Blut wird gereinigt und die Nieren- und Leberfunktion werden unterstützt.

Inhaltsstoffe und ihre medizinischen Wirkungen sind vom Spargel bekannt:

Fast alle Vitamine, vor allem die Vitamine A,C und E sowie mehrere B-Vitamine, z.B. Folsäure sind im Spargel reichlich vorhanden. Bereits eine normale Portion täglich liefert wesentliche Teile unseres täglichen Bedarfs an diesen Vitaminen. Beschwerden, die mit einem Vitamin-Mangel einher gehen, wie Nervosität, Konzentrationsmangel, Hautprobleme, Beeinträchtigung des Sehens oder angegriffene Schleimhäute  können daher mit einer Spargel – Kur effektiv bekämpft werden.

Die verschiedenen Ballaststoffe im Spargel begünstigen ebenfalls gesunde Schleimhäute und haben einen positiven Effekt auf die Darmträgheit.

Weitere gesundheitsförderliche Eigenschaften vor allem den sekundären Pflanzenstoffen zu, die im Spargel enthalten sind: dies sind Glykoside, Flavone und Saponine.

Saponine sind hervorragend zum Entgiften und Ausschwemmen von Schadstoffen geeignet.

Die Aminosäure Asparagin spielt im Harnstoffzyklus eine wichtige Rolle. Sie wird im Körper zu Ammoniak umgebaut.

Spargel wird empfohlen bei:

  • Ödemen
  • Rheuma
  • Gicht
  • Zuckerkrankheit
  • Gallen- und Leberleiden
  • Gelbsucht
  • Verstopfung
  • Nierenleiden
  • Konzentrationsmangel
  • Libidomangel
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Aminosäuren – natürliche Kraftwerke:

Rund 20 verschiedene Aminosäuren sind wichtige Bausteine für körpereigene Eiweißstoffe.

Sie sind intelligente, komplizierte organische Verbindungen und erfüllen im Körper wichtige Aufgaben: Aminosäuren sind die Bausteine unserer Eiweißstoffe (Proteine) .

Während Proteine zu der Gruppe der Makronährstoffe gezählt werden, sind Aminosäuren den Mikronährstoffen zuzuordnen. Aminosäuren sind unentbehrliche Nahrungsbestandteile, die in essentielle und nicht essentielle Aminosäuren unterschieden werden können.

Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Ohne Aminosäuren keine Proteine:

Es gibt 20 verschiedene  Aminosäuren, die wichtige Bausteine der körpereigenen Eiweißstoffe sind. Man bezeichnet sie als proteinogene Aminosäuren, denn sie sind in Proteine eingebaut. Eine weit größere Anzahl, nämlich über 250 verschiedene Aminosäurearten kommen nicht in Proteinen vor.

Die verschiedenen Aminosäurearten sind molekular unterschiedlich aufgebaut, je nachdem, wofür der Körper Aminosäuren benötigt, werden Proteine in Ihre Bestandteile aufgespalten.

 

In der Ernährungsmedizin unterscheidet man 3 Arten:

Unentbehrliche Aminosäuren:

Threonin (z.B. Rindfleisch), Lysin (Hühnerfleisch): Valin, Leucin, Isoleucin (alle z.B. in Hühnerfleisch, Rindfleisch, Eiern, Milch), Phenylalanin (z.B. Erbsen, Kürbiskerne)

Tryptophan (z.B. Sojabohnen)

Methionin (z.B. Lachs)

 

Bedingt entbehrliche Aminosäuren:

Histidin (z.B. Fisch), Arginin (z.B. Erbsen, Erdnüsse, Kürbiskerne), Serin, Tyrosin, Cystein (alle z.B. in Hühnerfleisch, Rindfleisch, Eiern, Milch)

 

Entbehrliche Aminosäuren:

Glycin, Alanin (z.B. Hühnerfleisch, Rindfleisch, Eier, Milch)

Prolin (z.B. Weizen, Dinkel, Sojabohnen)

Asparagin und Asparaginsäure (z.B. Keime von Hülsenfrüchten, Spargel)

Glutamin und Glutaminsäure (z.B. Linsen, Weizen, Sojabohnen)

 

Aminosäuren  – Wirkung:

Aminosäuren werden in der Leber entweder zu Proteinen „umgebaut“ oder in den Stoffwechsel eingeschleust, wo sie unterschiedliche Wirkungen entfalten (z.B. als Transportstoff für  Fettsäuren, als Botenstoff im Nerven- oder Verdauungssystem).

 

Tägliche Eiweiß-Empfehlung:

Die tägliche empfohlene Eiweißzufuhr liegt bei erwachsenen Männern und Frauen bei ca. 0,8kg pro kg, für Leistungssportler werden 1,2-1,7 g pro kg Körpergewicht.

Die biologische Wertigkeit eines Proteins ist eine Zahl, die angibt, wie gut der Körper das zugeführte Eiweiß in körpereigenes Eiweiß umwandeln kann.

Vegetarier und Veganer, die auf den Verzehr tierischer Produkte, wie z.B. Fleisch, Eier und Milch verzichten, nehmen weniger hochwertiges Eiweiß auf.

Aus natürlichen Nahrungsmitteln ist eine biologische Wertigkeit von über 130-140 jedoch nicht möglich.

 

Aminosäuren im Detail:

  • Lysin (Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Fisch, Linsen, Weizenkeime): ist eine in Getreidearten enthaltene Aminosäure. Sie wirkt ausgleichend auf das Immunsystem und ist außerdem für die Bildung von Carnitin von Bedeutung.
  • Phenylalanin: (Sojabohnen, Nüsse, Weizenkeime, Fisch): Gemeinsam mit Tyrosin bildet Phenylalanin die Hormone Adrenalin und Thyroxin.
  • Tryptophan: (Sojabohnen, alle Arten von Fleisch, Hartkäse): Die Aminosäure ist für die Eiweißsynthese in der Leber verantwortlich, aus diesem Mikronährstoff können das Glückshormon Serotonin und das Schlafhormon Melatonin hergestellt werden.
  • Methionin (Lachs, Meeresfrüchte, weißes Fleisch): Gemeinsam mit Cystein stellt Methionin die Hauptschwefelquelle in der menschlichen Nahrung dar. Cystein wird aus Methionin gebildet. Die schwefelhaltige Aminosäure fördert den Knorpelaufbau, wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Außerdem verhindert sie den Fettabbau in der Leber und ist für den Aufbau von Gewebe, Haar und Nägel verantwortlich.
  • Histidin: (Fisch, Rindfleisch, Sojabohnen, Weizenkeime): Fördert den Gewebeaufbau, vor allem im Säuglingsalter.
  • Arginin (Nüsse, Eier, weißes Fleisch, fettreicher Fisch): ist maßgeblich am Harnstoffzyklus beteiligt, fördert die Ausscheidung von Ammoniak im Harn. Arginin verbessert die Durchblutung der Gefäße und schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Impotenz.
  • Serin (Sonnenblumenbrot, Nüsse, Topfen und Streichkäse): Auf eine ausreichende Zufuhr ist vor allem bei Betroffenen mit chronischem Nierenversagen zu achten.
  • Tyrosin (Fische, Eier, Linsen, Hartkäse): ist wichtig für Frühgeborene, bei Betroffenen, die an einer Blutvergiftung laborieren oder bei Phenylalanin-Mangel.
  • Doppelt-Phenylalanin (Gemüse, Nüsse, Milchprodukte, Fleisch, Fisch): ist am menschlichen Stickstoffwechsel beteiligt und ist wichtig, um im Gehirn Botenstoffe, wie Serotonin und Dopamin herzustellen.
  • Cystein (Obst, Gemüse, mageres Fleisch): bei Methionin-Mangel (Methionin ist für den Aufbau von Gewebe, Haar und Nägel verantwortlich)
  • Prolin (Fleisch, Fisch, Milch): Diese Aminosäure ist im Bindegewebe und Kollagen enthalten und wird aus Glutamin gebildet.
  • Glutamin und Glutaminsäure: (Käse, mageres Fleisch, Milch, Eier): Die beiden einander ähnlichen Aminosäuren finden sich u.a. im Blutplasma und in der Rückenmarksflüssigkeit. Glutamin sorgt für straffe Haut, stärkt das Immunsystem, wirkt Stress und Schlafstörungen entgegen.